Teil 2 der großen Leseraktion: Wie manipulieren Messstationen die Feinstaubmessung in Ihrer Stadt?

Senden Sie uns weiterhin Ihre Bilder! Überwältigend! Vielen Dank für Ihre Reaktion und Mitarbeit. Mit so vielen Einsendungen hatten wir nicht gerechnet. Darüber freuen wir uns. Mit Ihrer Hilfe ist es möglich, den Wahnsinn eindrucksvoll zu dokumentieren, der sich quer über Deutschland ausbreitet. Wir werden die Fotos und Berichte in einer Serie veröffentlichen.

Düsseldorf liefert sich bekanntlich mit Stuttgart ein heftiges Wettrennen im Kampf um die schmutzigste Stadt Deutschlands mit der höchsten Luftverschmutzung. Hier hat die Deutsche Umwelthilfe neben Stuttgart mit einer Klage zugelangt, die Stadt müsse Fahrverbote erlassen, weil die Luft angeblich zu schlecht sein. Die Neue Ruhr Zeitung NRZ berichtete einst, dass Düsseldorf in einer bundesweiten Umweltstudie Schlusslicht sei. Als Quelle gab sie Greenpeace an. Gut, das hätte nicht passieren dürfen. Aber dennoch werden die offiziellen Grenzwerte gering überschritten, deutlich zu sehen ist auch hier wie in anderen Bundesländern die absteigende Tendenz. Bedeutet: Auch hier ist die Luft im Vergleich zu früher deutlich sauberer geworden.

Desgleichen gibt es in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt eine lebhafte Diskussion darüber, ob die Messstationen der LANUV den EU-Vorschriften entsprechen oder nicht. Das können wir von hier in dem Fall nicht beurteilen, wirft aber ein Schlaglicht darauf, wie windig diese Messungen sind. Jetzt haben zusätzlich die Experten vom WDR angedroht, selbst Messungen zu unternehmen. Oje, Drama dort auftischen, wo praktisch kaum noch eines ist, dafür DAS Drama Deutschlands unter den Tisch fallen lassen. Ist ja keine Sendezeit mehr da.

Norbert K. ist in die als stark belastet geltende Corneliusstraße in Düsseldorf gefahren und hat dort die Messanlage fotografiert. Es handelt sich um eine vierspurige Hauptverkehrsstraße mit Fahrspuren für die Straßenbahn in der Mitte und rund 17 m hohe Boden und Geschäftshäuser. Straßenschlucht sieht anders aus.

Es sind zwei Messanlagen. Eine Messanlage ist eine mobile Anlage der Fachhochschule Düsseldorf, die unmittelbar vor der eigentlichen Messanlage steht, die für die offiziellen Messwerte in dieser Straße zuständig ist. »Was in der mobilen Anlage gemessen wird, entzieht sich meiner Kenntnis.«

Norbert K. hat nachgemessen: Die eigentliche Messanlage steht genau 1,40 Meter neben dem fließenden Verkehr.

Ludwigsburg

Keine Überschreitungen der Grenzwerte melden die Messstellen im baden-württembergischen Ludwigsburg. Dennoch tauchte Ende Oktober des vergangenen Jahres Umwelthilfe Chef Jürgen Resch zu einem Vortrag verbunden mit einer Diskussion im Staatsarchiv am Arsenalplatz auf und prangerte das kriminelle Handeln von allen anderen außer der Deutschen Umwelthilfe an. »Der städtische Hintergrund lag damals bei 26 µg/m³«, weist TE-Leser M. S. auf den vernachlässigbaren Luftverschmutzungswert hin. Resch schätzte wohl die Spendenbereitschaft dem reichen Ludwigsburg als besonders hoch ein.Die Bewohner dagegen können live im Internet verfolgen, wie »tödlich« gerade die Atmosphäre in ihrer Stadt ist.

S. schickte zwei Bilder der Messstelle Ludwigsburg / Friedrichstraße. Das ist diejenige Messtelle, deren Messwerte Ludwigsburg zu Maßnahmen zwingen sollen. Die Messstelle befindet sich in einer Nische, 270° mit ‚mehreren Metern‘ Abstand zu einem Gebäude sind hier nicht eingehalten.

Hannover, Göttingerstraße

Bernd R. hat in Hannover die wichtigste Messstation fotografiert. »Sie steht so,..«, schreibt er, »… dass maximale Schadstoffwerte erreicht werden. Das ist die Göttinger Chaussee in Hannover. An dem Standort gibt es noch nicht einmal einen Bürgersteig. Menschen sind überhaupt nicht betroffen.« »Laut EU-Richtlinie soll an den Messstellen auch eine gewisse Luftstömung herrschen. Schon wenige Meter von den Fahrbahnen entfernt halbiert sich die Luftbelastung. D.h. z. B., dass in den benachbarten Wohngebieten fast immer die Grenzwerte eingehalten werden. In Österreich stehen die Messstationen dementsprechend nie direkt an der Fahrbahn.« »In Hannover werden die EU-Richtlinien auch nicht eingehalten.

Die Station steht entgegen der EU-Richtlinie unmittelbar am Strassenrand. Es ist wegen der engen Strassenschlucht keine Luftzirkulation gegeben.« Bernd R. fordert den Rat der Stadt Hannover auf, dafür zu sorgen, dass die Messwerte entsprechend den EU-Richtlinien ermittelt werden. Erst wenn diese Messwerte auch zu hoch sind, kann man über Fahrverbote nachdenken. Er betont, wovon wohl die meisten hier ausgehen: »Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich sind weitere Anstrengungen zur Verbesserung der Luftqualität in den Städten erforderlich. Aber es ja wohl ein Skandal, dass die Umweltverwaltung die Messstationen so aufstellt, dass man die Klagen der DUH noch unterstützt.«

München, Stachus

Der Münchner Oberbürgermeister will Fahrverbote. Er begründet dies mit den schrecklichen Werten der Luftverschmutzung. Er hatte auch einiges dafür getan. TE-Leser Dieter F. hat sich umgesehen: »Absoluter Horror ist die Messstelle Stachus/Sonnenstaße. Dies nicht nur wegen des nicht eingehaltenen Abstands zu einer der verkehrsreichsten Kreuzungen Bayerns und den umstehenden Bäumen, die zuverlässig einen Luftaustausch insbesondere nach oben verhindern. Auch die unmittelbar auf der gegenüberliegenden Seite liegenden Abluftschächte der U-Bahn dürften die Forderungen nach repräsentativen Messwerten nicht erfüllen. Dies sind jetzt nur die Abweichungen zur EU-Richtlinie. Hinzu kommt, dass an dieser Stelle die Stadt München den Schadstoffausstoß durch Verkehrsregelungen erhöht, indem in der gesamten Sonnenstraße und der relevanten Querstraße die rechte Fahrspur jeweils bis kurz vor die Kreuzung als öffentlichen Parkraum deklariert ist. Die Möglichkeit ungehindert rechts abzubiegen wird unterbunden. Derzeit blockiert man beim Rechtsabbiegen wegen der Ampelschaltung Grün für Fußgänger auch noch eine weitere Fahrspur. Hier wird die Verkehrspolitik der Stadt München sichtbar: Behinderung des fließenden Verkehr als politisch motivierte, pädagogische Massnahme ohne Rücksicht auf den Schadstoffausstoß. Ein neueres Beispiel hierfür ist die Prinzregentenstraße, eine von zwei Zubringerstraßen für die Autobahn Richtung Ostkreuz. Ebenfalls durch Streichung von Fahrspuren zugunsten von öffentlichen Parkplätzen wurden 50% der Fahrspuren gesperrt. Fazit: regelmäßig Stau vom Altstadtring bis zur Autobahn (3,7 km). Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.«

Siegen

»Bitte nicht abschrauben!« Die wohl skurrilste Messstation steht oder besser hängt an einem Baum in Siegen. TE-Leser Horst W. hat sie für uns fotografiert. In Siegen schlagen die Wellen hoch: Steht die Messstation richtig oder falsch?  Sind die Werte richtig oder falsch? Die Siegener haben sich tief im sich teilweise widersprechenden Dickicht der Vorschriften verfangen. »In der Sandstraße hängt die Messdose in geschätzt 2,12 m Höhe an einem Straßenbaum, keine 50-60 cm vom Straßenrand entfernt«, schreibt die Siegener Zeitung. Die gemessenen Konzentrationen von Stickstoffdioxid übersteigt um ganze 8 µg/Kubikmeter den vorgesehenen Grenzwert von 40 µg. Also lächerlich wenig, aber doch genug, um eine Debatte auszulösen: Müssen wir Fahrverbote einführen? Ein anderer Vorschlag steht im Siegener Luftraum: Die Rotphasen an den Ampeln zu verlängern; damit will man die Autofahrer abschrecken und umleiten, erhöht aber vermutlich vor allem den Anteil der Abgase an der Messstation wenn die denn überhaupt richtig miss

Schicken Sie uns bitte aus Ihrer Stadt Fotos der Messstationen. Bitte notieren Sie den genauen Standort. Aus einem weiteren Foto sollte das Umfeld der Messstation ersichtlich sein.

Bitte schicken sie die Fotos an dokudrom@email.de oder redaktion@tichyseinblick.de ; Sie erteilen uns damit automatisch das Recht, Ihr Foto zu veröffentlichen. Wir freuen uns auch über Beiträge aus der Lokalpresse zu diesem Thema.

Vielen Dank!

Der aus dem Fachbereich Wissenschaft und Technik bekannte Journalist

Holger Douglas ist Autor dieses Beitrags

Holger Douglas – Wissenschaftsjournalist und Dokumentarfilmer

Pressesprecher des UTR Umwelt|Technik|Recht| e.V.

Holger Douglas begleitet kritisch neue Entwicklungen in Wissenschaft und Technik.

Bemerkungen des UTR e.V.:

Übrigens……. Auch die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge!

„Man müsste schon stundenlang und dicht am Dieselauspuff leben, um tatsächlich Schaden zu nehmen“!

Die Gesundheitsgefahren durch Feinstaub und Stickoxide werden bewusst aufgebauscht.  Fakten werden immer wieder unterdrückt. Der Zusammenhang zwischen Stickoxiden und Gesundheitsschäden wurde noch nie untersucht. Wer die  Todesfallzahlen anzweifelt, wird nicht ernst genommen. „Jede Woche ein neuer Umweltskandal – doch viele fallen bei genauerer Prüfung in sich zusammen. Trotzdem bestimmen sie Politik und Wirtschaft“, sagt Horst Roosen, Vorstand des UTR |Umwelt|Technik|Recht| e.V. Die Deutschen sollen trotz „Vorsprung durch Technik“ und „Freude am Fahren“ zu Fußgängern werden. ………Nichts ist unmöglich!

Der  Verein UTR |Umwelt|Technik|Recht| sagt:

Du und Ich, wir alle sind nur zeitlich begrenzte Gäste unseres Ökosystems Erde! Wir wissen, dass unsere Zukunft davon abhängt, dass jeder von uns die Herausforderung annimmt und verantwortlich und positiv gegenüber unserem Gastgeber, der Umwelt handelt. Es geht darum, unser tägliches Leben so zu verändern, dass wir uns jeden Tag als Gast verhalten.

Die Gesellschaft ist sich zunehmend bewusst, dass Umweltproblemen  nicht allein von der Regierung gelöst werden können. Allmählich erkennen immer mehr Menschen die Notwendigkeit, sich zu organisieren und kollektiv zu agieren. Aus diesem Grunde hat sich der Verein UTR |Umwelt|Technik|Recht| mit Sitz in Dieburg gegründet. Die Gesellschaft muss kollektiv ihre eigene Zukunft gestalten. Gast in einem intakten Ökosystem zu sein bedeutet, die ethischen Verantwortlichkeiten von Individuen, Organisationen, Ländern und Unternehmen durchzusetzen, um neue Formen der Solidarität zu schaffen, um alles Leben auf der Erde zu schützen.

  • Eines der Leitziele des Vereins UTR ist es,  Veränderungen in Haltung und Verhalten zu fördern und informierte Aktionen zum Schutz des Lebens auf der Erde zu fördern.
  • Der Verein UTR wird seine Aufgaben und Ziele jenseits der in diesem Bereich (leider) üblich gewordenen Katastrophenmeldungen gerecht werden. Der „totale“ Umweltschutz ist nicht unser Ding.
  • Umweltfragen sind von der Politik und nicht von Gerichten zu lösen!
  • Wir bauen auf Fakten, Abwägen, Kompromisse und sehen im Vordergrund den Menschen.

Werden Sie Mitglied beim UTR, wir freuen uns auf Sie!!

Hier können Sie einen Mitgliedsantrag anfordern.

****Bleiben Sie cool wenn Ihnen Ignoranten die Freude an Ihrer positiven Einstellung zum Leben und zur Umwelt vermiesen wollen, früher glaubte man ja auch, die Erde sei eine Scheibe!

Übrigens…..

Der Verein UTR Umwelt-Technik-Recht ist eine Non-Profit-Organisation und beschäftigt sich mit  Fragen des  Umweltschutzes mit dem Ziel des Aufbaus und der Erhaltung einer nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter. Die Unterrichtung der Öffentlichkeit über Aufgaben und Ziele eines recht verstandenen Umweltschutzes auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Werden Sie ehrenamtlicher Gastautor/in des UTR e.V. Der Verein verbreitet seine Botschaften in ganz besonderem Maße durch die Autorenschaft externer am Umweltschutz interessierter Experten und den Berichten engagierter Bürger.

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Der Verein ist zur Finanzierung seiner Projekte und Aktivitäten auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen. Eine finanzielle Zuwendung an den UTR ist die einfache und unbürokratische Form, sich gesellschaftlich zu engagieren, gibt Ihrem Engagement eine Stimme und trägt zur Finanzierung der UTR Projekte bei.

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64807 Dieburg

Telefon 06071- 9816811

Telefax 06071- 9816829

e-mail: dokudrom@email.de

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UTR e.V. Alles was dem Schutz der Umwelt dient!

 

 

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