Teil 4 der großen Leseraktion: Wie manipulieren Messstationen die Feinstaubmessung in Ihrer Stadt?

SENDEN SIE UNS WEITERHIN IHRE BILDER! Überwältigend! Vielen Dank für Ihre Reaktion und Mitarbeit. Mit Ihrer Hilfe können wir den Wahnsinn dokumentieren, der sich quer über Deutschland ausbreitet. Wir werden die Fotos und Berichte in einer Serie veröffentlichen.

Aus Hannover schicken uns gleich zwei TE-Leser, Klaus o. und Harald B., Fotos der Messstelle Göttinger Straße. Harald B. schreibt dazu: »Ihre Initiative, die Manipulation von Schadstoffmessungen seitens der Behörden aufzuzeigen, begrüße ich sehr. Am Beispiel der Stadt Hannover kann man sehr schön sehen, wie derartige Ergebnisse als Scheinargument für eine ideologisch gewollte Gängelung des Individualverkehrs missbraucht werden. So fordert der Hannoversche Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) die Einführung der blauen Plakette letztlich mit dem Ziel, ca. 30% der Kraftfahrzeuge aus dem gesamten Innenstadtbereich auszusperren, siehe hier. 

Insgesamt gibt es in Hannover fünf verkehrsnahe Luftschadstoff-Messstellen, davon vier Passivsammler und ein einziges Messsystem, welches sich für Echtzeitmessungen eignet. Dieses Echtzeit-Messsystem ist auf den beigefügten Bildern dargestellt. Es ist offensichtlich, dass der Aufstellort nicht den geltenden EU-Regeln entspricht. Das System befindet sich in der Göttinger Straße, die genaue Position ist den Metadaten der Bilddateien (Dateiinfos) zu entnehmen.

Die Göttinger Straße gehört zu den am meisten befahrenen Hauptstraßen im Stadtgebiet von Hannover. Während des Berufsverkehrs gibt es hier regelmäßig kilometerlange Staus. Zusätzlich wird der Verkehr durch nicht-verkehrsgerechte Ampelschaltungen ausgebremst. Interessanterweise befindet sich eine dieser Ampeln ca. 100 m hinter der Messstelle, so dass die Schadstoffbelastung durch die zahllosen Anfahrvorgänge besonders hoch ist. Trotz des regelwidrigen Aufstellortes und der ungünstigen Verkehrssituation liegen die NO2-Messwerte im Jahresmittel lediglich 10% über dem geltenden Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Halle an der Saale

TE-Leser Dr. Lutz K. schickt aus Halle an der Saale Fotos der Luftmessstation Paracelsusstrasse: »Es handelt sich dabei um die Messstation, die regelmäßig höchste Schadstoffbelastungen mißt.«»Den Abstand der Station von der Bordsteinkante habe ich nicht gemessen, er wird wohl etwa 50 Zentimeter betragen. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, steht die Messstation zwischen zwei ausgewachsenen Linden, und die Mülltonnen stehen dort sicherlich regelmäßig. Die Messstation hat übrigens eine durchgehende Häuserfront 5-stöckiger Gründerzeithäuser »im Rücken«.

 

Gute Nachrichten in Sachen Luftüberwachung meldet das Landesamt für Umweltschutz: »Die Belastung durch Feinstaub in Sachsen-Anhalt   bis 2016 sehr deutlich unterhalb der zulässigen Werte geblieben. Überwiegend positiv fällt auch die Bilanz beim Stickstoffdioxid aus, die Belastung ist weiterhin leicht rückläufig und der zulässige Grenzwert wurde nur an einem Standort überschritten.«

Damit bestätigt, so das Landesamt, der seit 2009 anhaltende und kontinuierlich rückläufige Trend weiterhin. Auch hier wieder im Klartext: Die Luft wird immer sauberer. »Die Bilanz wird jedoch getrübt durch die erneute Überschreitung des zulässigen Jahresgrenzwertes von 40 µg/Kubikmeter an der Paracelsusstraße in Halle mit 46 µg/Kubikmeter.«Bitte sehr: Worüber reden wir denn? Ganze 6 µg/Kubikmeter zu einigen bestimmten Zeitpunkten über den Grenzwert? Unsere Werte im einzelnen anschauen.«

Hier hat ein Beamter eine Rubrik »Schutzgut« eingeführt: Steht netterweise »Mensch« da. Der Mensch also als »Schutzgut«, das hat schon was. Auf eine solche Idee kann nur Bürokratie kommen.

Lutz K. hat auch die Luftmessstation Merseburger Strasse in Halle (Saale) aufgenommen. Die Station ist der blaub-bunt angemalte Kasten. »Den Abstand der Station von der Bordsteinkante habe ich nicht gemessen, er wird wohl etwa 5m betragen. Eine große Fußgängerbrücke in etwa 10m Entfernung wurde 2017 hier abgerissen. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, steht die Messstation mitten in einer größeren Baustelle, die es schon einige Monate gibt.«Nehmen wir als Beispiel NO2: Diese Meßstelle meldet trotz Baustelle mit Bagger keine Überschreitung der NO2 Grenzwerte.

Wuppertal

Aus Wuppertal, der Stadt mit der Schwebebahn, schickt uns TE-Leser Thomas D. Fotos von zwei Messstationen, die direkt an den meist befahrenen Straßen und Diesel-Busspuren stehen. Auf der B7 = Talachse Wuppertals steht die Messstation zwischen den jeweils 2 Fahrtrichtungsspuren im Kreuzungsbereich B7 / Loher Straße! An der Gathe fahren die meisten Diesel- Busse auf die am meisten frequentierte Bushaltestelle in der City zu!

Göttingen 

Helge von H. hat Göttingen in der Bürgerstraße 20 diese Messstation fotografiert. Die Station steht sehr dicht an einer Hauswand und dürfte keine korrekten Messwerte liefern.

Berlin

In Berlin steht eine Messstation in Berlin-Friedrichshain, an der Frankfurter Allee 86/b. Das ist eine 3-spurige Ausfallstraße, in der besonders während des Berufsverkehrs alle drei Spuren (in die jeweilige Fahrrichtung) zähfließend mit Stop-and Go befahren werden. Der Abstand zu den Häusern beträgt ungefähr vier Meter. Diese Straße ist also das, was man eine belebte Großstadtstraße nennen würde. Dennoch ergibt ein Blick in die Tabelle der Messwerte,   das Stickstoffdioxid praktisch nicht den Grenzwert überschreitet. Der Stoff wird seit 1994 gemessen und weist eine kontinuierliche Abwärtskurve auf. Sogar der Feinstaub liegt unter der Grenzwertlinie. Ziemlich verblüffend – Berlin ein Luftkurort?

Schicken Sie uns bitte aus Ihrer Stadt Fotos der Messstationen. Bitte notieren Sie den genauen Standort. Aus einem weiteren Foto sollte das Umfeld der Messstation ersichtlich sein. Bitte schicken sie die Fotos an dokudrom@email.de oder redaktion@tichyseinblick.de.  Sie erteilen uns damit automatisch das Recht, Ihr Foto zu veröffentlichen. Wir freuen uns auch über Beiträge aus der Lokalpresse zu diesem Thema.

Hier geht es zu Teil 1  – Messstationen in Stuttgart, Leipzig, Fulda, Magdeburg, Rostock, Marburg und Tübingen
Hier geht es zu Teil 2 – Messstationen in Ludwigsburg, Hannover, München und Siegen
Hier geht es zu Teil 3 – Messstationen in Hamburg, Wiesbaden, Cottbus, Dortmund und München

Der  Verein UTR |Umwelt|Technik|Recht| sagt:

 Du und Ich, wir alle sind nur zeitlich begrenzte Gäste unseres Ökosystems Erde! Wir wissen, dass unsere Zukunft davon abhängt, dass jeder von uns die Herausforderung annimmt und verantwortlich und positiv gegenüber unserem Gastgeber, der Umwelt handelt. Es geht darum, unser tägliches Leben so zu verändern, dass wir uns jeden Tag als Gast verhalten.

Die Gesellschaft ist sich zunehmend bewusst, dass Umweltproblemen  nicht allein von der Regierung gelöst werden können. Allmählich erkennen immer mehr Menschen die Notwendigkeit, sich zu organisieren und kollektiv zu agieren. Aus diesem Grunde hat sich der Verein UTR |Umwelt|Technik|Recht| mit Sitz in Dieburg gegründet. Die Gesellschaft muss kollektiv ihre eigene Zukunft gestalten. Gast in einem intakten Ökosystem zu sein bedeutet, die ethischen Verantwortlichkeiten von Individuen, Organisationen, Ländern und Unternehmen durchzusetzen, um neue Formen der Solidarität zu schaffen, um alles Leben auf der Erde zu schützen.

  • Eines der Leitziele des Vereins UTR ist es,  Veränderungen in Haltung und Verhalten zu fördern und informierte Aktionen zum Schutz des Lebens auf der Erde zu fördern.
  • Der Verein UTR wird seine Aufgaben und Ziele jenseits der in diesem Bereich (leider) üblich gewordenen Katastrophenmeldungen gerecht werden. Der „totale“ Umweltschutz ist nicht unser Ding.
  • Umweltfragen sind von der Politik und nicht von Gerichten zu lösen!
  • Wir bauen auf Fakten, Abwägen, Kompromisse und sehen im Vordergrund den Menschen.

Werden Sie Mitglied beim UTR, wir freuen uns auf Sie!!

****Bleiben Sie cool wenn Ihnen Ignoranten die Freude an Ihrer positiven Einstellung zum Leben und zur Umwelt vermiesen wollen, früher glaubte man ja auch, die Erde sei eine Scheibe!

Übrigens…..

Der Verein UTR Umwelt-Technik-Recht ist eine Non-Profit-Organisation und beschäftigt sich mit  Fragen des  Umweltschutzes mit dem Ziel des Aufbaus und der Erhaltung einer nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter. Die Unterrichtung der Öffentlichkeit über Aufgaben und Ziele eines recht verstandenen Umweltschutzes auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Werden Sie ehrenamtlicher Gastautor/in des UTR e.V. Der Verein verbreitet seine Botschaften in ganz besonderem Maße durch die Autorenschaft externer am Umweltschutz interessierter Experten und den Berichten engagierter BürgerWir freuen uns über jeden Beitrag.

Der Verein ist zur Finanzierung seiner Projekte und Aktivitäten auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen. Eine finanzielle Zuwendung an den UTR ist die einfache und unbürokratische Form, sich gesellschaftlich zu engagieren, gibt Ihrem Engagement eine Stimme und trägt zur Finanzierung der UTR Projekte bei.

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UTR |Umwelt|Technik|Recht| e.V.

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64807 Dieburg

Telefon 06071- 9816811

Telefax 06071- 9816829

e-mail: dokudrom@email.de

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Gesund und glücklich in einer intakten Umwelt leben!

 

 

 

 

 

 

 

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